| Am 1.Juli
1987 wagte ich mich in Tacherting/Lengloh in die Selbstständigkeit
mit einer Kfz-Werkstatt für Reparaturen für Fahrzeuge fast alle Fabrikate, was
sich zu damaliger Zeit nicht so einfach gestaltete. Eigenkapital war
keines vorhanden, die Sparkasse in Trostberg meinte, nachdem einige
Formulare für Jungunternehmer ausgefüllt waren, ich sollte das mit
der Selbstständigkeit lieber bleiben lassen.
Jedoch gab ich nicht auf und die
Volksbank in Trostberg hatte ein offenes Ohr für meine
Selbstständigkeit. Die ersten Jahre waren nicht einfach, an einen
8Stunden Tag war nicht zu denken, es ging jedoch Dank Vertrauen der
Kunden permanent aufwärts. Da das Gebäude in Tacherting/Lengloh
gepachtet war, machte ich mir nach einigen Jahren Gedanken, wie ich
zu einem eigenen Kfz-Betrieb kommen kann zumal die Pacht auch immer
teuerer wurde.
Im Jahre 1990 bot man mir und meiner
Frau Rosi dann den betriebswirtschaftlichen Teil eines Bauernhofes
in Offling bei Altenmarkt zum Erwerb an. Nach zähen Verhandlungen,
auch mit der Bank, packten wir das Projekt an. Dann gingen die
Probleme erst richtig los, nicht mit dem Geld sondern mit den
Baugenehmigungen, denn es sollte ein Wohn- und Geschäftsgebäude
entstehen. Die Gemeinde Altenmarkt hatte bei unserem Vorhaben keine
Einwände, nur das Landratsamt Traunstein stellte sich quer. Nach
ewigen hin und her und zweimaliger Eingabe im Petitionsausschuss im
Bayerischen Landtag und Vorsprache bei dem damaligen Landrat (ich
möchte hier noch anmerken, dass das Gespräch mit dem Landrat ohne
Ergebnis beendet wurde) konnte ich nach vier Jahren endlich meine
Baugenehmigung für die Kfz-Werkstatt abholen, die Genehmigung des
Wohngebäudes dauerte allerdings nur ein ein halb Jahre.
Im Februar 1995 war es dann so weit,
ich konnte nach viel Eigenleistung endlich in meinen eigenen Räumen
Arbeiten, es dauerte nicht lange, da war die Arbeit in der Werkstatt
alleine nicht mehr zu bewältigen. So stellte ich dann einen
erfahrenen Kfz-Mechaniker ein, und ein Lehrling kam später auch noch
hinzu. Auch die Büroarbeit musste erledigt werden, da ist
meine Frau Rosi, die Abendstunden und die Wochenenden gefragt. Für
die Buchhaltung kümmert sich monatlich die Ulrike. Die Arbeit wurde
Gott sei Dank nicht weniger. So wurde nach und nach immer wieder,
wenn es die Finanzlage erlaubte, in Gebäude und Werkstatt
investiert. Eine Vergrößerung des Betriebes ist aus Platzgründen
leider nicht möglich.
Im Januar 1996 schloss ich mich mit
meinem Betrieb an einem der größten Werkstattkonzepte AUTOFIT an, da
die immer moderner werdenden PKW's für eine freie
Kfz-Werkstatt nicht mehr so einfach zu Reparieren sind. Dort bekommt
man jede erdenkliche Unterstützung, eine eigens eingerichtet Hotline
für Problemfälle steht allen angeschlossen Autofitpartnern zur
Verfügung. Weiters bekam ich im April 1997 den Händlervertrag der
Fahrzeugmarke SKODA der dann 2001 zum Servicepartner umgewandelt
wurde.
Eine moderne Betriebsausstattung (sei
es Testgeräte, Maschinen oder Werkzeuge) ist eine
Selbstverständlichkeit um Arbeiten an Kraftfahrzeugen korrekt,
gewissenhaft und sauber ausführen zu können. Deshalb habe ich immer
ein offenes Ohr wenn es um Neuentwickelte Testgeräte und Werkzeuge
geht. Bei so manchen Testgeräten kann man sich nicht verweigern,
entweder man geht mit der Zeit oder man geht rückwärts, was in
absehbarer Zeit die Schließung des Betriebes zur Folge hätte.
|